Onlinehandel Schweiz: Produktesicherheit endet nicht beim Hersteller

Wer Produkte online in der Schweiz anbietet, trägt Verantwortung für Sicherheit und Konformität. Das betrifft besonders Import, Private Label und Dropshipping.

Im Onlinehandel wirkt vieles einfach: Produkt finden, importieren, Shop aufsetzen, verkaufen. Rechtlich ist die Rollenverteilung deutlich anspruchsvoller. Das SECO weist ausdrücklich darauf hin, dass Produkte im Schweizer Markt die Anforderungen an Produktesicherheit, Marken- und Umweltschutz erfüllen müssen.

Import ist mehr als Logistik

Wer Produkte aus dem Ausland in die Schweiz bringt, sollte früh klären, welche Nachweise, Kennzeichnungen oder Dokumente erforderlich sind. Je nach Produktkategorie gelten unterschiedliche Spezialvorschriften. Besonders bei Private Label ist die Verantwortung nicht automatisch beim Produzenten in Asien erledigt.

Dropshipping schützt nicht vor Pflichten

Auch wenn Ware direkt vom Lieferanten an Kundinnen und Kunden versendet wird, bleiben Produkt, Darstellung und Vertrieb Teil des eigenen Geschäftsmodells. Ein unbekannter Lieferant ist kein Ersatz für eine saubere Prüfung.

Compliance vor dem grossen Einkauf

Am günstigsten ist die regulatorische Prüfung vor Musterfreigabe und Bestellung. Werden Anforderungen erst nach der Produktion entdeckt, entstehen schnell Kosten durch neue Etiketten, Verpackungen oder Dokumentation.

Fazit

Markteintritt und Sourcing sollten deshalb zusammen gedacht werden: Produkt, Lieferant, Dokumentation und Vertrieb müssen als ein System funktionieren.

Hintergrund / Quelle: Weiterführende Originalquelle. Dieser Beitrag ist eine eigenständige Einordnung für Schweizer und deutsche Unternehmen.